Zwischen Fridingen und Sigmaringen erstreckt sich eine beeindruckende Felsenlandschaft. Der rund 40 km lange „Schwäbische Canyon“ hat sich tief in das Kalkgestein der Schwäbischen Alb eingeschnitten. Das Gebiet liegt im Naturpark Obere Donau und ist Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000.
Das Naturschutzgebiet Stiegelesfels umfasst felsenreiche und bewaldete Steilhänge sowie das Tal der Donau und Wiesen auf der Hochfläche. Im Vordergrund der Laibfels, dahinter der Stiegelesfels mit seinen ausgedehnten Geröllhalden. © Dietmar Nill
VIELZAHL UNTERSCHIEDLICHER LEBENSRÄUME
Zu den Lebensräumen gehören Talaue, Schluchtwälder, Buchenwälder, Kiefernwälder, Magerrasen, Mähwiesen, Wacholderheiden, markante Felsen, Geröllhalden und viele mehr. Die Vielfalt an Biotopen und deren enge Verzahnung sowie der stetige Wechsel von Wald und Offenland führen zu einer hohen Standortvielfalt mit jeweils speziell angepassten Arten und damit zu einem beachtlich großen Artenreichtum.
HOTSPOT DER ARTENVIELFALT
Im Oberen Donautal kommen rund 900 Pflanzenarten vor – das entspricht nahezu der Hälfte aller im Land nachgewiesenen Arten. Auch die Vogelwelt ist bemerkenswert vielfältig: Im Naturpark wurden bislang über 100 Brutvogelarten dokumentiert. Diese große Biodiversität verleiht dem Gebiet eine herausragende Bedeutung für den Natur- und Artenschutz. Zur Fauna zählen u. a. Eisvogel, Schwarzspecht, Rotmilan, Wanderfalke, Uhu und Berglaubsänger sowie Biber, Luchs (unregelmäßig) und Gämse (eingeführt). Zu den seltenen Insekten gehören Gebirgsschrecke und Alpenbock. Als floristische Raritäten gelten Federgras, Heideröschen und die Österreichische Rauke. Ökologisch besonders wertvoll sind die ausgedehnten Felsbiotope mit seltenen aus den Alpen stammenden Pflanzen- und Tierarten.
Der stark gefährdete Alpenbock kommt in Baden-Württemberg nur auf der Schwäbischen Alb und im Oberen Donautal vor. © Bernhard Etspüler








