Mit rund 89.000 Hektar verfügt Baden-Württemberg über eines der größten Streuobstgebiete Europas. Hier stehen rund sieben Millionen Obstbäume.
Kirschblüte im Vorland der Schwäbischen Alb. Hier befindet sich die größte zusammenhängende Streuobstlandschaft Europas. © Bernhard Etspüler
ERHALT VON STREUOBSTWIESEN
Streuobstbestände sind durch die Umwandlung in Baugebiete, den Straßenbau und die Aufgabe der Bewirtschaftung gefährdet. Das Land fördert ihren Erhalt, ihre Pflege und die Vermarktung regionaler Produkte mit einer umfassenden Streuobstkonzeption. Auch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb engagiert sich mit verschiedenen Projekten für den Schutz der Streuobstwiesen, die dort immerhin rund 6 % der Gesamtfläche einnehmen.
Die Rotpelzige Sandbiene nutzt viele Nektarpflanzen und ist auch in Streuobstwiesen eine wichtige Bestäuberin. © Dietmar Nill
ARTENVIELFALT UND GENETISCHE VIELFALT
In Streuobstwiesen leben über 5.000 Tier-, Pflanzen und Pilzarten. Zur Vogelwelt zählen beispielsweise Spechte, Wendehals, Steinkauz, Star und Halsbandschnäpper. Typische Säugetiere sind Igel, Siebenschläfer und verschiedene Fledermausarten. Eine zentrale Rolle spielen bestäubende Insekten wie Honigbienen, Hummeln und Wildbienen. Sie sorgen für die zuverlässige Bestäubung von Obstbäumen und Wiesenblumen. Hinzu kommt die große genetische Vielfalt der Obstbäume selbst: In Deutschland existieren mehrere Tausend Obstsorten.








