BIODIVERSITÄT UMFASST DREI EBENEN
ARTENVIELFALT
Sie spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die artenreichen Regionen der Erde zu benennen. Pflanzen gelten dabei als sehr gut erforscht, deshalb wird die Pflanzenvielfalt häufig als Indikator für generelle Biodiversitätsmuster herangezogen. Für den tatsächlichen Artenreichtum eines Landschaftsausschnitts sind die Umweltbedingungen, Nischenvielfalt und evolutive Prozesse wie Aussterben, Einwandern oder die Artneubildung verantwortlich.
GENETISCHE VIELFALT
Als Summe aller genetischen Informationen bestimmt sie die Eigenschaften von Organismen (u.a. Sorten, Rassen). Je größer die genetische Vielfalt innerhalb einer Art oder Population ist, umso höher ist deren Überlebenswahrscheinlichkeit, weil Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft gegen Krankheiten zunehmen.
Umgekehrt steigt mit genetischer Verarmung auf lange Sicht die Gefahr des Aussterbens. Als Beispiel kann der Alpensteinbock genannt werden, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch intensive Jagd kurz vor dem Aussterben stand.
VIELFALT DER ÖKOSYSTEME
Sie lässt sich auf verschiedenen räumlichen Ebenen betrachten: vom kleinräumigen Moor oder Felsbiotop über das Zusammenspiel unterschiedlicher Lebensräume in einer Region (etwa Wälder, Wiesen und Feuchtgebiete) bis hin zur Erde als Ganzem. Diese Vielfalt ist entscheidend für den Erhalt des Artenreichtums und die Stabilität der Ökosysteme. Außerdem trägt sie wesentlich zum menschlichen Wohlbefinden bei, indem sie zahlreiche wichtige Leistungen für uns erbringt, die sogenannten Ökosystemleistungen.










