
Natursport
Ein zentrales Anliegen des DAV ist die naturverträgliche Gestaltung verschiedener Natursportarten, vor allem in den heimischen Mittelgebirgen, aber auch in den Alpen.
Frage 1: Mountainbiken
Hintergrund:
Die 2-Meter-Regel verbietet das Radfahren auf Waldwegen unter 2 m Breite. Verstöße gegen dieses Landesgesetz stellen eine Ordnungswidrigkeit da. Durch das pauschale Verbot ist eine naturnahe, attraktive Vereins- und Jugendarbeit im Bereich Mountainbike praktisch verboten.
Für mehr Informationen beachten Sie bitte unser Positionspapier zum Mountainbiken und das FAQ zum Thema Mountainbiken.
Frage:
Wird sich Ihre Partei für die Abschaffung der „2-Meter-Regel“ einsetzen, die das Radfahren im Wald auf Wegen unter zwei Metern Breite untersagt, um so eine naturverträgliche und attraktive Ausübung des Mountainbikesports zu ermöglichen?
Nein
Kurze Begründung:
Die Zwei-Meter-Regel stellt sicher, dass Wege im Wald klar erkennbar bleiben und Eigentümer nicht schutzlos gestellt werden. Ohne diese Grenze würden getrampelte oder ausgefahrene Pfade schnell als Wege gelten und genutzt werden, was den Wildwuchs illegaler Trails begünstigt und kaum kontrollierbar wäre. Zugleich schützt die Regel Wildtiere, beugt Erosion und Wegeschäden vor und erhöht die Sicherheit für die Menschen, die im Wald arbeiten. Wir wollen allerdings darauf hinwirken, dass es mehr legale und ausgewiesene Trails gibt und dafür die Rahmenbedingungen vereinfachen.
Frage 2: Klettern
Hintergrund:
Während im Nachbarbundesland Bayern Klettern an natürlichen Felsbildungen grundsätzlich erlaubt ist und das Grundrecht auf Naturgenuss anerkannt wird*, außer es ist ausdrücklich verboten, ist die Situation in Baden-Württemberg seit den frühen 1990er Jahren genau umgekehrt: Klettern am Naturfels ist überall verboten, außer der Fels wurde durch einen aufwendigen, langwierigen und zum Teil kostspieligen Prozess offiziell für den Klettersport freigegeben.
*Art. 26 Abs. 1 Satz 2 BayNatSchG i.v.M mit Art 141 Bayerische Landesverfassung
Frage:
Wird sich Ihre Partei in der neuen Legislaturperiode für eine Vereinfachung der Verfahren einsetzen, um naturschutzfachlich unbedenkliche Felsen für den Klettersport freizugeben?
Nein
Kurze Begründung:
Keine Begründung.
Frage 3: Klettern
Hintergrund:
Über mehr als dreieinhalb Jahre hat sich nun ein auch deutschlandweit wahrgenommener Konflikt zwischen Naturschutzbehörden und Vertretern des Klettersports um die Ausweisung eines ganzjährigen Kletterverbots an der Badener Wand im Felsgebiet Battert zum Schutz des dort brütenden Wanderfalken hingezogen – weitere Informationen finden Sie unter folgender Webseite.
In Anbetracht der hohen Kosten, die auf beiden Seiten entstanden sind und der Tatsache, dass sich sowohl die Naturschutzbehörden als auch der DAV um andere wichtige Aufgaben zu kümmern haben, wünschen wir, dass es eine vermittelnde, beiderseits anerkannte Instanz wie etwa die (aktuell ruhende) Klärungsstelle “Sport und Umwelt” gibt, um zu einer gütlichen Einigung zu kommen und einen Rechtsstreit abzuwenden. Detaillierte Informationen zu der Klärungsstelle finden Sie auf der Webseite des Kultusministeriums.
Frage:
Wird sich Ihre Partei in der neuen Legislaturperiode für die Stärkung einer neutralen Klärungsstelle „Sport und Umwelt“ einsetzen, um Konflikte zwischen Naturschutz und Natursport zu moderieren und pragmatische Lösungen zu erarbeiten?
Nein
Kurze Begründung:
Keine Begründung.
Breiten- und Leistungssport
Der Deutsche Alpenverein befasst sich mit allen Themen rund um das leistungsorientierte (Sport-)klettern und Bouldern. Dabei fördert der Landesverband Baden-Württemberg den Kletter-Spitzenbergsport auf Landesebene. Wir bilden Trainer*innen aus, wir fördern den Nachwuchs durch Stützpunktzentren und veranstalten Kletterwettkämpfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Mehr Information zum DAV und Leistungssport sind online auf unserer Webseite zu finden.
Der Kinder- und Jugendsport in Baden-Württemberg ist auf eine verlässliche und unbürokratische Förderung angewiesen. Gerade im DAV lebt dieser von ehrenamtlichem Engagement, weshalb eine möglichst unkomplizierte Förderung der Möglichkeiten von enormer Bedeutung ist. Die finanzielle Förderung des organisierten Sports ist bislang als positiv einzustufen und der DAV begrüßt es sehr, wenn dies auch weiterhin so bleibt.
Frage 1:
Wird sich Ihre Partei in der neuen Legislaturperiode weiterhin für eine unbürokratische und verlässliche Förderung des Kinder- und Jugendsports im Land einsetzen?
Ja
Kurze Begründung:
Der Kinder- und Jugendsport leistet einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Entwicklung, Persönlichkeitsbildung und Leistungsförderung junger Menschen. Gerade weil der Kinder- und Jugendsport in hohem Maße vom ehrenamtlichen Engagement lebt, braucht es einfache Förderstrukturen, Planungssicherheit und Vertrauen in die Arbeit der Verbände statt zusätzlicher Bürokratie. Unser Ziel ist es, erfolgreiche Förderstrukturen zu erhalten, weiterzuentwickeln und den organisierten Sport als starken Partner für Nachwuchs- und Leistungssport nachhaltig zu unterstützen.
Frage 2:
Plant Ihre Partei in der neuen Legislaturperiode Maßnahmen, um das ehrenamtliche Engagement im Sport und Naturschutz attraktiver zu gestalten (z.B. Sonderurlaub, Vergünstigungen, Anerkennungssysteme)?
Ja
Kurze Begründung:
Wir wollen das ehrenamtliche Engagement im Sport und im Naturschutz gezielt stärken, weil es eine tragende Säule unserer Gesellschaft ist. Dafür setzen wir auf verlässliche und unbürokratische Rahmenbedingungen, eine stärkere Anerkennung des Ehrenamts sowie auf Maßnahmen wie Qualifizierungsangebote, verbesserte Versicherungs- und Haftungsregelungen und die Entlastung von Bürokratie. Anerkennungssysteme und landesweite Vergünstigungsmodelle (wie zum Beispiel durch die Ehrenamtskarte) können dabei ebenso eine bedeutende Rolle spielen. Unser Ansatz ist dabei klar liberal: Ehrenamt fördern, wertschätzen und erleichtern – nicht reglementieren.
Natur- und Klimaschutz
Der Deutsche Alpenverein ist Bergsteiger- und Naturschutzverband und hat den Klimaschutz in seiner Satzung fest verankert. Der Schutz der Artenvielfalt und unserer Felsen, Wald- und Felsgebiete sowie die nachhaltige Entwicklung des Kletter- und Mountainbikesports sind Schwerpunktthemen unserer Naturschutzarbeit. Bei allem, was wir tun, lassen wir uns vom Grundsatz der Nachhaltigkeit und dem Prinzip der Einfachheit leiten. Mit seinem ambitionierten Klimaschutzprojekt will der DAV als Vorbild für Politik, Gesellschaft und andere Verbände vorangehen.
Frage 1:
Hintergrund:
Wir sehen die Stärkung des ÖP(N)V und eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs als einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Klima- und Umweltpolitik.
Frage:
Wird sich Ihre Partei in der neuen Legislaturperiode für den Fortbestand des Deutschlandtickets zum Preis von 58€/Monat (wie 2025) und zur kostenfreien Mitnahme von Fahrrädern im deutschlandweiten Nahverkehr einsetzen?
Nein
Kurze Begründung:
Wir begrüßen das Deutschlandticket als die größtmögliche Vereinfachung, seit es den ÖPNV gibt. Bereits heute sind für den attraktiven Preis hohe Zuschüsse erforderlich. Die bereits beschlossene Erhöhung für das Jahr 2026 erachten wir als vertretbar.
Frage 2:
Hintergrund
Der ländliche Raum braucht ÖPNV-Angebote, die auch bei einer geringen Anzahl von Reisenden eine flexible Mobilität für Bewohner*innen und Besuchende ermöglicht. Für den Alpenverein geht es darum, unseren Mitgliedern im ländlichen Raum den Anschluss an die Hauptachsen des ÖPV zu ermöglichen. Es geht uns aber auch darum, die Anreise für Touren im ländlichen (Naherholungs-)Raum zu ermöglichen. In beiden Richtungen sollte die An- und Abreise ohne eigenen PKW möglich sein.
Frage:
Wird sich Ihre Partei in der neuen Legislaturperiode für den Ausbau des ÖPNVs, vor allem im ländlichen Raum, einsetzen und flexible, klimafreundliche Mobilitätsangebote fördern? (Welche?)
Ja
Kurze Begründung:
Wir treten für die Attraktivität aller Verkehrsträger ein. Wir sehen die Zukunft in vernetzten Verkehren mit automatisierten, digitalen und autonomen Angeboten. Es wäre umweltpolitisch nicht zu rechtfertigen, in Randstunden in sehr entlegenen Orten mit keiner oder sehr niedriger Frequenz Busse nach starren Fahrplänen fahren zu lassen. Wir stehen für Innovation durch Digitalisierung.
Frage 3:
Wird sich Ihre Partei in der neuen Legislaturperiode dafür einsetzen, den Ausbau sicherer und durchgängiger Rad- und Fußverkehrsnetze im Land zu beschleunigen und sich für eine Umwidmung von Flächen des motorisierten Individualverkehrs in Flächen des öffentlichen Verkehrs einzusetzen?
Nein
Kurze Begründung:
Wir stehen für eine moderne Verkehrspolitik, die das Gegeneinander der Verkehrsträger überwindet. Wir wollen einen sicheren und attraktiven Radverkehr. Hierzu ist es nicht erforderlich, in großem Stil Straßen und Parkplätze für Logistik und Personenverkehr zu entwidmen.
Jugendförderung
Die JDAV schafft durch fachliche und pädagogische Ausbildung die Möglichkeiten für eine offene Jugendarbeit. Mit dem Engagement unserer Ehrenamtlichen wollen wir dadurch junge Menschen zu naturbewussten und eigenverantwortlichen Bergsportler*innen ausbilden. Wir fördern die persönliche Vernetzung und leben darüber hinaus mit unseren Teilnehmenden Vielfalt, Demokratie und Vereinsgestaltung bis hin zu den Strukturen des DAV. Für diese Jugendarbeit sind wir auf öffentliche Förderung angewiesen.
Frage 1:
Unterstützt Ihre Partei die Forderung des Deutschen Bundesjugendrings, die Leistungen des Deutschlandtickets in die Juleica (Jugendleiter*in-Card) zu integrieren?
Nein
Kurze Begründung:
Es ist nachvollziehbar, dass Forderungen zur Steigerung der Attraktivität des Engagements erhoben werden. Gleichzeitig setzt verantwortliche Politik voraus, dass die Frage der Refinanzierung stets mitgedacht wird.
Frage 2:
Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, die Förderbeträge im Landesjugendplan zu erhöhen?
Ja
Kurze Begründung:
Wir setzen uns dafür ein, dass der Landesjugendplan verlässlich, auskömmlich und bedarfsgerecht weiterentwickelt wird. Steigende Personal-, Sach- und Energiekosten sowie ein wachsendes Aufgabenfeld in der Jugend- und Bildungsarbeit müssen sich in der Förderung widerspiegeln, damit Qualität und Kontinuität erhalten bleiben. Dabei ist uns wichtig, Fördermittel nicht nur nominal zu erhöhen, sondern dynamisiert, planbar und möglichst unbürokratisch auszugestalten. Ziel ist es, den Trägern langfristige Planungssicherheit zu geben und ihnen zu ermöglichen, sich auf ihre Kernaufgabe zu konzentrieren: gute Jugend- und Bildungsarbeit für junge Menschen in Baden-Württemberg.
Frage 3:
Wird sich Ihre Partei in der neuen Legislaturperiode dafür einsetzen, dass verbandliche Jugenderholungsangebote, wie z.B. Kinder- und Jugendfreizeiten in den Ferien, in das Ganztagskonzept vor Ort integriert werden?
ja
Kurze Begründung:
Wir stehen einer stärkeren Einbindung verbandlicher Jugenderholungsangebote in lokale Ganztagskonzepte grundsätzlich offen gegenüber, sofern diese freiwillig, partnerschaftlich und passgenau erfolgt. Angebote wie Ferienfreizeiten oder Maßnahmen der Jugendverbandsarbeit leisten einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung, sozialen Bildung und Selbstständigkeit junger Menschen und können Ganztagsstrukturen sinnvoll ergänzen. Entscheidend ist für uns, dass die Eigenständigkeit der Jugendverbände gewahrt bleibt, Kooperationen unbürokratisch ausgestaltet werden und keine neuen Verpflichtungen für Träger oder Ehrenamtliche entstehen. Ganztag soll Vielfalt ermöglichen – nicht vereinheitlichen – und deshalb auch Raum für starke außerschulische Partner lassen.
Frage 4:
Wird sich Ihre Partei dafür einsetzen, Landesmittel zur finanziellen Förderung von demokratiebildenden und -stärkenden Projekten und Veranstaltungen in Jugendverbänden zu verwenden, wie z.B. das Förderprogramm "Wertstätten der Demokratie"?
Ja
Kurze Begründung:
Wir befürworten den Einsatz von Landesmitteln zur Förderung demokratiebildender und demokratiestärkender Projekte in Jugendverbänden, weil außerschulische Jugendarbeit einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung, zur Stärkung von Verantwortungsbewusstsein und zur demokratischen Kultur leistet. Programme wie die "Werkstätten der Demokratie" können hier wertvolle Impulse setzen. Entscheidend ist für uns jedoch, dass solche Förderungen zielgerichtet, transparent, unbürokratisch und ohne ideologische Vorgaben ausgestaltet sind und die Eigenständigkeit der Jugendverbände gewahrt bleibt. Demokratiebildung lebt von Vielfalt, Offenheit und Engagement. Diese wollen wir unterstützen, ohne Jugendverbandsarbeit zu vereinnahmen oder zu überfrachten.
Legende:
Ja,
Nein,
Keine Angabe






