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Ein großer Perlmuttfalter sitzt auf einer Blüte.

Biodiversität –
Zustand & Zukunft

FAKTENCHECK ARTENVIELFALT

Industriegebiet welches an Felder angrenzt.Große Treiber des Biodiversitätsverlusts in Deutschland sind der anhaltende Flächenverbrauch und die Intensiv-Landwirtschaft. © Uwe Moser /iStock.com

2024 wurde mit dem Faktencheck Artenvielfalt eine Bestandsaufnahme   vorgelegt, wie es um die biologische Vielfalt in Deutschland bestellt ist.
In ihr werden folgende Hauptlebensräume betrachtet: Agrar- und Offenland, Wald, Binnengewässer und Auen, Küsten und Küstengewässer,   urbane Räume sowie der Lebensraum Boden. Für diese werden Status und Trend der Biodiversität, Auswirkungen auf Ökosystemleistungen, die   direkten und indirekten Treiber von Biodiversitätsveränderungen sowie Möglichkeiten zur Förderung der biologischen Vielfalt behandelt. Daraus werden Ansatzpunkte für gesellschaftlicheTransformationen abgeleitet.


KERNAUSSAGEN DES FAKTENCHECKS

  • Mehr als die Hälfte der Lebensraumtypen Deutschlands ist in einem schlechten Zustand und die Bestände vieler Arten sind rückläufig
  • Durch den Verlust der biologischen Vielfalt werden Ökosysteme instabiler und weniger leistungsfähig
  • Nutzungsintensivierung, Lebensraumverlust, Verschmutzung, invasive Arten sowie Klimawandel wirken sich negativ auf die biologische Vielfalt aus
  • Die aktuelle „Multikrise“ verschiebt politische und gesellschaftliche Prioritäten auf andere Themen
  • Interessen anderer Sektoren (Energie, Landwirtschaft, Fischerei, Verkehr, Hochwasserschutz) blockieren oder erschweren den Erhalt der biologischen Vielfalt
  • Für die Sicherung der Biodiversität kann von Fall zu Fall die Anpassung, die Aufgabe oder die Aufrechterhaltung einer Nutzungsform notwendig sein
  • Das wichtigste Instrument zum Schutz der biologischen Vielfalt ist eine Extensivierung
    der Land-, Gewässer- und Meeresnutzung
Grafik "Faktencheck Artenvielfalt".Im Faktencheck Artenvielfalt behandelte Themenbereiche zur Beurteilung von Zustand und Zukunft der Biodiversität in Deutschland. Quelle: aus Wirth et al. 2024


WAS KANN ICH BEITRAGEN?

  • Ressourcen sparen: Energie, Wasser und Rohstoffe
  • Mobilität ändern: Mehr zu Fuß, mit dem Rad, ÖPNV
  • Bewusst konsumieren: Regional, saisonal, bio
  • Müll vermeiden: Plastik reduzieren, richtig trennen
  • Natur im Alltag fördern: Balkon/Garten naturnah und insektenfreundlich gestalten
  • Insekten schützen: Keine Pestizide, Licht nachts reduzieren
  • Naturschutz(verbände) unterstützen durch aktive Mitarbeit und/oder Spenden

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Die neue Ausstellung zur biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg steht hier als Online-Version zur Verfügung. Die Wanderausstellung besteht aus 12 Rollups und einem Begleitbuch.

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Kategorie: Tagung

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