Die Erweiterung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb ist am 15. April 2026 in Kraft getreten. Umweltministerin Thekla Walker sagt: „Mit der Erweiterung des Biosphärengebiets wird das Großschutzgebiet noch größer, noch stärker, noch lebendiger."
Ministerin Walker weiter: "Hier können wir gemeinsam Modelle für den Erhalt der Landschaft und der Artenvielfalt, den Umgang mit dem Klimawandel oder auch eine zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft entwickeln.“
Exkursion des DAV ins Randecker Maar, ein Naturschutzgebiet im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Foto: H. Wiening/DAV-LV
Vergrößerung um 42 Prozent der Fläche
Mit der Erweiterung vergrößert sich Gebiet von 85.266 Hektar auf 121.445 Hektar – eine Flächenzunahme von 42 Prozent. Sechs neue Gemeinden sind dem Gebiet beigetreten, zudem haben 16 bereits beteiligte Kommunen zusätzliche Flächen eingebracht. Das Gebiet erstreckt sich nun südlich von Stuttgart von Dettingen unter Teck (Norden) bis Zwiefalten (Süden) und von Reutlingen (Westen) bis Blaubeuren (Ost). In dem Gebiet leben rund 265.000 Menschen in 36 Städten und Gemeinden.
Vergleich der alten (blau) und neuen Gebietskulisse (grün). Grafik: Pesch Graphic Design
Struktur der Schutzzonen
Das Biosphärengebiet trägt dazu bei, natürliche Ressourcen und die biologische Artenvielfalt zu erhalten. Menschen sollen hier im Einklang mit der Natur leben und nachhaltig wirtschaften. Mit der Erweiterung vergrößert sich die Kernzone um 1.046 auf 3.691 ha (ca. 3 % der Fläche), die Pflegezone von 5.068 auf 40.478 ha (ca. 33 % der Fläche) und die Entwicklungszone von 30.065 auf 77.276 ha (ca. 64 %).
Naturbelassene Schlucht- und Hangwälder sind im Biosphäerengebiet Schwäbische Alb als Kernzonen geschützt. Hier hat die Natur Vorrang. Foto: H. Wiening
Loch in der Kulisse
Neben Engstingen sind auch die Nachbargemeinden Sonnenbühl und Hohenstein Neumitglieder werden. Im Alb-Donau-Kreis sind es Allmendingen, Blaubeuren und Rechtenstein. Drei Gemeinden haben sich gegen einen Beitritt entschieden: Mehrstetten (Kreis Reutlingen), Laichingen und Emeringen aus dem Alb-Donau-Kreis. "Wir sind das erste Biosphärengebiet mit Loch in der Kulisse", sagt Achim Nagel, Leiter der Geschäftsstelle des Biosphärengebiets. Die UNESCO habe das nicht gestört.
DAV-Landesverband begrüßt Erweiterung
Der DAV-Landesverband hat in seiner Stellungnahme vom 19.1.2026 die Erweiterung des Biosphärengebiets begrüßt. Angeregt wurde vom DAV die Möglichkeit der Ausweisung oder die Freigabe lokaler Single-Trails innerhalb von Pflege- und Entwicklungszonen in der Biosphärengebietsverordnung aufzunehmen, um so ein solides raumplanerisches Instrument für die Entwicklung und Lenkung des Mountainbike-Sports zu haben.
Baden-Württemberg
Erfolgsmodell Biosphärengebiet Schwäbische Alb wächst
Homepage Biosphärengebiet
Gebietserweiterung des Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Zukünftige Gebietskulisse (Quelle BSG Schwäbische Alb)
Karte der zukünftigen Gebietskulisse






