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“Naturschutz und Naturnutzung gemeinsam denken!” - unter diesem Motto stand die DAV-Naturschutztagung  vom 24. bis zum 26. April in Münsingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Das Albgut, eines der größten Kulturdenkmäler Baden-Württembergs, entstanden aus der Militäranlage “Altes Lager”, bot seinem besonderem Ambiente einen perfekten Rahmen für diese gelungene Tagung. 

Die Tagung fand in Kooperation mit dem Landesverband des DAV Baden-Württemberg statt. In ihrem Grußwort hob Michelle Müssig, Vorsitzende des DAV-Landesverbands, die besondere Rolle des DAV als Bergsteiger- und  Naturschutzverband hervor. 95 Teilnehmende aus 52 DAV-Sektionen haben an der Tagung teilgenommen. Davon rund ein Viertel aus Baden-Württemberg.

Teilnehmende der Naturschutztagung im albgut Münsingen. Foto: DAV

Begonnen hat das Programm mit interessanten Vorträgen zu verschiedenen Thematiken. Zum einen ging es um Biodiversität zwischen Klimawandel und Nutzungsinteressen mit der Fragestellung, ob unsere natürlichen Lebensgrundlagen noch zu retten sind. Ein anderer Vortrag beschäftigte sich mit den Auswirkungen von Natursport und stellte neue Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen vor. An die Vorträge schloss sich ein Podiumsgespräch zum Thema welchen Beitrag Naturschutz- und Sportverbände leisten können an.

Workshops und Marktplatz

Der Samstag startete mit einem weiteren Vortrag zum Thema, wie Naturschutz und Naturnutzung voneinander profitieren können. Anschließend standen den Teilnehmer*innen verschiedene Workshops zur Auswahl. Beispielsweise ging es darum, wie die Landschaftspflege von DAV-Sektionen erfolgreich gelingt. Dabei wurden Strategien und Projekte verschiedener Sektionen vorgestellt, wie zum Beispiel die Pflege von Streuobstwiesen der Sektion Tübingen. Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit rechtsextremen Ideologien im Natur- und Umweltschutz. Die Teilnehmer*innen bekamen dabei einen Einblick wie rechtsextreme Gruppierungen durch Sprachgebrauch und Ansprache auf emotionaler Ebene die Menschen über Natur- und Heimatthemen für sich und ihre Wandergruppen gewinnen.  

Die Wanderausstellung Biodiversität stieß auf großes Interesse. Foto: H. Wiening/DAV-LV

Ein sogenannter Marktplatz mit verschiedenen Ständen diente zum Informieren und Austauschen. Hier wurde die neue Wanderausstellung zum Thema Biodiversität des DAV-Landesverbands erstmals präsentiert. Ein weiteres Highlight bildete ein besonderer Poetry-Slam am Abend zum Thema Naturschutz.

Exkursionen im Biosphärengebiet

Am Sonntag fanden verschiedene Exkursionen statt. Eine Exkursion fand im Blautal zum Thema Klettern und Naturschutz statt. Dabei beschäftigten sich die Teilnehmer*innen anhand des Beispiels Blautal mit Strategien, um Klettern und Naturschutz zu vereinen. Eine weitere Exkursion war eine Wanderung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Dabei wurden die besonderen Landschaftsformen des Übungsplatzes vorgestellt, wie zum Beispiel die Kalkmagerrasen. Es gab sowohl Informationen zum Forst als auch zu verschiedenen Arten, welche dort ihren Lebensraum haben. Außerdem stellte ein Wanderschäfer seinen Beruf vor und die Teilnehmer*innen konnten ihm Fragen stellen. Er trägt mit seinem Beruf zum Erhalt der Kulturlandschaft auf der Schwäbischen Alb ein. Dieser Beitrag könnte in Zukunft wegfallen, aufgrund fehlenden Interesses an solch einem traditionellen Beruf.

Wanderschäferei im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Foto: L. Freuding/DAV-LV

Dieser Beitrag wurde von unserer FÖJ-Hospitantin erstellt.

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Kategorie: Tagung

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