Klettern und Naturschutz



Sport und Umwelt

Sport in der Natur ist eine sinnvolle Freizeitaktivität. Klettern, Kanufahren, Mountainbiken, Reiten, Gleitschirmfliegen, Laufen und andere Natursportarten erfreuen sich bei uns großer Beliebtheit – Tendenz eher steigend.
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Leitbild Klettern
Klettern gehört zur Erholung in der freien Natur, einem der vorrangigen Ziele der Naturschutzgesetze des Bundes und der Länder. Die Zugänglichkeit der Felsgebiete, auch in ihrer Funktion als Ort der Ausübung eines naturverträglichen Klettersports, ist begründet im gesetzlich verankerten Recht auf "Betretbarkeit der freien Landschaft".
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Kletterkonzeption Baden-Württemberg
1987 wurde in Deutschland der Biotopschutz in das Bundesnaturschutzgesetz aufgenommen. Ein wichtiger Schritt für einen flächenhaften Naturschutz und Schutz wertvoller Lebensräume. Die Bundesländer überarbeiteten ihre Landesnaturschutzgesetze, wobei sie bei der Auslegung der Rahmengesetzgebung über gewisse Spielräume verfügten. 1992 erließ Baden-Württemberg eine Neufassung des Landesnaturschutzgesetzes. Im Paragraph 24a (heute §32 NatSchG) sind neben anderen Biotopen „offene Felsbildungen“ als „besonders geschützte Biotope“ aufgelistet. „Alle Handlungen, die zu einer Zerstörung oder erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigung (...) führen können“ sind seit dem verboten.
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Differenzierte Lösungen
Klettern soll gleichermaßen naturnah wie naturverträglich sein. Zur Reduzierung von Störungen und Belastungen werden deshalb an den Kletterfelsen Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna ergriffen. An der Ausarbeitung und Umsetzung der spezifischen Schutzmaßnahmen sind Kletterer und Kletterverbände aktiv beteiligt. Beispiele für differenzierte Lösungen sind der Schriesheimer Steinbruch (Odenwald), die Falkenfelsen (Nord-Schwarzwald) das Rusenschloß (Blautal) und der Schaufelsen (Donautal).
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Betreuung

Im Interesse des Kletterns und des Naturschutzes benötigen Klettergebiete eine zuverlässige und gut organisierten Betreuung. Deshalb schließen sich engangierte Kletterer aus verschiedenen Verbänden wie DAV, IG Klettern und der Bergwacht zu lokalen Arbeitskreisen Klettern und Naturschutz (AKN) zusammen.
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