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Entscheidend für das Gelingen des Projektes Schaufelsen
wird letztlich die vollständige Akzeptanz und Einhaltung der neuen
Regelung durch die Kletterer sein. Hier sind alle Kletterer gefordert. Sollte
die dreijährige Probephase scheitern, würden 2007 alle zusätzlich
freigegebenen Routen wieder gesperrt. Das Projekt Schaufelsen und alle weiteren
Bemühungen im Donautal wären damit erledigt.
Die neue Kletterkonzeption
Verbesserungen für den Naturschutz werden durch Beruhigung wertvoller
Felsköpfe und Vernetzung von hochwertigen Felslebensräumen erreicht.
Der Klettersport profitiert durch die Freigabe zusätzlicher Kletterrouten
in weniger sensiblen Wandbereichen. An den Felsen Hölle, Schaufelsen
und Blicklefels erhöht sich die Zahl der freien Routen von bisher 26
auf 93. Trotzdem ist die Ökobilanz an den Kletterfelsen im NATURA 2000-Gebiet
insgesamt positiv. Dies wird unter anderem durch die gezielte Anwendung
differenzierter Maßnahmen wie z.B. Umlenken, Abseilen, Verlegung von
Einstiegen, Beruhigung einzelner Seillängen und Wegerückbau erreicht.
Die Kletterregelung am Traumfelsen bleibt unverändert, d.h. dort sind
weiterhin 26 Routen frei. Die Kletterkonzeption zwischen Traumfelsen und
Blicklefels umfasst heute insgesamt 119 Routen.
Liste aller
freigegebene Kletterrouten (PDF)
Änderungen der Kletterregelung
- Traumfelsen
Zugang vom Naturfreundehaus Stetten oder nach einer Schaufelsen-Tour
vom Wanderweg oberhalb des Schaufelsens. Kein direkter Zugang vom Tal
möglich. Der Linke Nebenfels ist nicht zum Klettern freigegeben!
Alle Routen umlenken.
- Hölle
Zugang nur vom Wandfuß des Traumfelsens. Bitte unbedingt auf dem
angelegten Zustiegspfad bleiben, die Felsfußbereiche und Halbhöhlen
(Balmen) außerhalb der Klettersektoren und den Buchenwald nicht
betreten. Der Zustieg zum rechten Wandteil erfolgt über den Klettersteig
durch das Felsentor und bitte genau auf diesem Weg wieder zurück.
Zum Klettern freigegeben sind die Sektoren Südwand, Torbogen, Balkon
und rechte Wand. Alle Routen umlenken.
Topo Hölle
- Ebinger Turm
Zugang nur direkt vom Tal auf neu angelegtem Pfad. Kein Zugang mehr
vom Sektor Kaiserweg möglich! Der Einstieg in den Alten Ebinger
Turm Weg verläuft jetzt über einen kurzen Klettersteig. Kein
Ausstieg mehr über die Felsköpfe zum Wanderweg!. Bitte neu
angelegte Abseilpiste benutzen. Klettern erlaubt vom 16.7. bis 30.9.
und vom 1.11. bis 28.2.
Topo Ebingerturm
- Hauptmassiv
- Sektor Kaiserweg: Kein Zugang mehr vom oder zum Ebinger Turm möglich.
Einstieg Kaiserweg erfolgt über Direkteinstieg. Ausstieg in
diesem Sektor nur über die Routen Kaiserweg und Schöner
Riss. Alle anderen Routen werden umgelenkt. Die letzte Seillänge
Gerader Riss ist stillgelegt. Bitte unbedingt die eingerichtete
Abseilpiste benutzen.
- Sektor Normalweg: Ausstieg in diesem Sektor nur über die
Routen Normalweg und Leere Welt.
- Sektor Schurer Gedächtnis Weg: In diesem Sektor gibt es
keinen Ausstieg über die Felsköpfe zum Wanderweg. Bitte
eingerichtete Abseilpisten benutzen.
Topo Schaufels-Hauptmassiv
- Blicklefels
Kein Ausstieg über die Felsköpfe zum Wanderweg. Alle Routen
im Sektor Westwand werden umgelenkt. Für die Routen an der Südseite
gibt es eine zentrale Abseilpiste am höchsten Punkt. Der Einstieg
in die Blicklekante erfolgt über einen Quergang aus dem Dreierweg.
Den Vorbau unterhalb der Blicklekante bitte nicht betreten.
Topo Blicklefels
- Südkantenmassiv
Dieser Nebenfelsen bleibt weiterhin völlig gesperrt. Alle Routen
sind rückgebaut.
Projektgruppe
Die neue Kletterregelung hat die Projektgruppe Schaufelsen ausgearbeitet.
Die Projektgruppe ist eine Initiative von Naturschützern und Kletterern.
Von April 2001 bis Ende 2003 haben die sechs Mitglieder der Projektgruppe
die neue Kletterregelung für den Schaufelsen nach klettersportlichen
und ökologischen Kriterien ausgearbeitet und mit Kletterern, Naturschützern
und Behörden abgestimmt. Dies war ein schwieriger und langwieriger
Prozess. Fast 40 Besprechungen und Termine waren notwendig, insgesamt investierte
die Projektgruppe rund 900 Arbeitsstunden für die Ausarbeitung der
neuen Kletterregelung. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Kletterer und
Naturschützer arbeiten beim Projekt Schaufelsen im Donautal endlich
wieder zusammen und setzen so ein deutliches Zeichen für weitere Dialoge
und Kooperationen
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