Klettergebiete in Baden-Württemberg


Sportklettern in den Hessigheimer Felsengärten
Foto: J. Zeidelhack


In Baden-Württemberg treffen Kletterer auf ganz unterschiedliche Gesteine. Die Geologie im Südwesten Deutschlands ist vielseitig und wer die Kletterregion wechselt, muss seine Moves an andere Felsstrukturen anpassen.

Jurakalke der Schwäbischen Alb ermöglichen abwechslungsreiche Kletterei an löchrigem Fels und Platten. Schmale Leisten sind typisch für den geschichteten Muschelkalk im Neckartal und für den Quarzporphyr im Battert. Hohe Reibung bieten die rauhen Sandsteine im Schwarzwald und im Odenwald. Die Kletterei im Gneis des Schwarzwalds ist geprägt von Klüften und Verschneidungen, im Granit heisst es Reibungsklettern auf Platten.

Die wichtigsten Klettergebiete im Odenwald, im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb werden hier kurz vorgestellt. Weitere Informationen über die Gebiete und Kletterfelsen enthalten die jeweiligen Kletterführer.

Die gültigen Kletterregelungen finden Sie in unserer Kletterfelsliste. (.pdf)

1. Odenwald


Odenwald
Bouldern am Riesenstein
 

Gestein: Quarzporphyr, Buntsandstein
Wandhöhen: 10-25 m

Der Schriesheimer Steinbruch ist mit ca. 200 Routen das wichtigste Kletterareal des Gebietes. Es werden auch einige Steinbrüche und kleinere Felsen im hessischen Odenwald und im Neckartal beklettert, z.B. Riesenstein, Ziegelhausen.

Kletterführer:
Kletterführer Odenwald - Jo Fischer & AG Odenwald
Odenwald: 4. Auflage 2007, 167 S., Panico-Alpinverlag, http://www.panico.de

Übernachtung:
Felsberghütte (250 m), Reichenbach
DAV Sektion Darmstadt
Internet: http://www.alpenverein-darmstadt.de
E- Mail: info@KleineFluchtenDarmstadt.de
     
2. Nordschwarzwald


Nordschwarzwald, Battert
Foto: H. Wiening
 

Gestein: Granit, Buntsandstein, Quarzporphyr-Konglomerat
Wandhöhen: 15-40 m, max 80 m.

Mit Wandhöhen bis 80 Meter und zahlreichen Mehrseillängenrouten stellen die Battertfelsen ein überregional bedeutendes Klettergebiet dar. Etwa 20 weitere, meist kleinere Felsen werden beklettert, z.B. Plättigfelsen, Falkenfelsen, Felsen im Murgtal und Steinbrüche im Nagoldtal.

Kletterführer:
Kletterführer Schwarzwald, Band Nord. Panico Alpinverlag, 256 S., 1. Aufl. 2010. http://www.panico.de
Schwarzwald Rock - Stefan Wagehals
1. Auflage 2010, 256 S., Lobo-edition http://www.loboedition.de

Übernachtung:
Wiedenbachhütte (370 m), Bühlertal, Orsteil Obertal
DAV Sektion Heidelberg
Internet: http://www.alpenverein-heidelberg.de
E- Mail: alpenverein-heidelberg@t-online.de
     
3. Mittel- und Südschwarzwald


Südschwarzwald, Erikafels,
Foto: Wolfgang Liebich
 

Gestein: Granit, Gneis
Wandhöhen: 10-20 m; max. 30 m.

In den verschiedenen Klettergebieten wird an ca. 55 kleineren bis mittleren Felsen geklettert, z.B. Gfällfelsen, Teufelsfelsen, Felsen im Berneck- und Schlüchttal.

Kletterführer:
Schwarzwald Rock - Stefan Wagehals
1. Auflage 2010, 256 S., Lobo-edition http://www.loboedition.de
Klettern im Dreiländereck – Christian Frick
1. Auflage 1998, 288 S., Eigenverlag Philipp Schweitzer
Kletterführer Schlüchttal – Wolfram Liebich
2. Auflage, 2006, 50 S., Eigenverlag

     
4. Ostalb und Blautal


Rosenstein, Mittelfels
Foto: H. Röcker

 

Gestein: Kalk
Wandhöhen: 10-40 m, max. 60 m

Auf der Ostalb bieten ca. 50 und im Blautal ca. 30 kleine bis mittelgroße Felsen Kletterei in oftmals löchrigem Kalk, z.B. Rosenstein, Hausener Wand, Blautalwand, Felsenlabyrinth.

Kletterführer:
Kletterführer Blautal. Andi Buck, Albrecht Lohnhard, Walter Klein
6. Aufl. 2007, 170 S., Panico-Alpinverlag, http://www.panico.de
Kletterführer Ostalb. Andreas Bogenschütz, Achim Pasold & Lauric Weber
6. Aufl. 2007, 176 S., Panico-Alpinverlag, http://www.panico.de
"Spätzle & Seil", Sportkletter-Auswahlführer Schwäbische Alb, Ulrich & Harald Röker
1. Auflage 2008, 320 Seiten, GEBRO Verlag, http://www.gebro-verlag.de

Übernachtung:
Geislinger Hütte (686 m), Treffelhausen
DAV Sektion Geislingen
Internet: http://www.alpenverein-geislingen.de
E-Mail: Alpenverein.Geislingen@vr-web.de

Uli-Wieland-Hütte (550 m), Weiler/Blaubeuren
DAV Sektion Ulm
Internet: http://www.dav-ulm.de
E- Mail: dav-ulm@t-online.de

Kreuzberghütte (710 m), Lauterstein-Nenningen
DAV Sektion Hohenstaufen
Internet: http://www.dav-hohenstaufen.de
E- Mail: Geschaeftsstelle@DAV-Hohenstaufen.de
     
5. Albtrauf


Sirchinger Nadeln, Alte Falkenwand
Foto: Magazin Klettern-R. Stöhr
 

Gestein: Kalk
Wandhöhen: 10-50 m, max. 80 m

Entlang des Albtraufs werden im Bereich der Lenninger, Uracher und Reutlinger Alb ca. 45 vorwiegend kleine und mittlere Felsen beklettert, z.B. Reußenstein, Kesselwand, Linke Wittlinger, Rutschenfelsen.

Kletterführer:
Kletterführer Lenninger Alb. Achim Pasold & Ronni Nordmann,
7. Aufl. 2007, 192 S. Panico-Alpinverlag, http://www.panico.de
Kletterführer Uracher Alb, Achim Pasold, Fritz Müller, Lukus Binder,
192 Seiten, 2008, Panico-Alpinverlag, http://www.panico.de
"Spätzle & Seil", Sportkletter-Auswahlführer Schwäbische Alb, Ulrich & Harald Röker
1. Auflage 2008, 320 Seiten, GEBRO Verlag, http://www.gebro-verlag.de

Übernachtung:
Happrechthaus (800 m), Schopfloch (758 m)
DAV Sektion Schwaben
Internet: http://www.alpenverein-schwaben.de
E-Mail: info@alpenverein-schwaben.de

Stuttgarter Albhaus, Schopfloch
DAV Sektion Stuttgart
Internet: http://www.alpenverein-stuttgart.de
E- Mail: info@alpenverein-stuttgart.de

Werkmannhaus (760m), Bad Urach-Sirchingen
DAV Sektion Schwaben
Internet: http://www.alpenverein-schwaben.de
E-Mail: info@alpenverein-schwaben.de
     
6. Donautal

Donautal, Garfield
Foto Magazin Klettern-R. Stöhr
 

Gestein: Kalk
Wandhöhen: 15-80 m, max. 120 m

Im Oberen Donautal sind 23 Felsen zum Klettern freigegeben. Der Schaufels weist die größte Wandhöhe im Land auf. Weitere hohe Felsen bieten Mehrseillängenrouten mit alpinem Ambiente, z.B. Schreyfels, Hausener Zinnen, Rabenwand, Aussichtsfels

Kletterführer:
"Kletterführer Donautal. Lothar Klingel
12. Auflage 2010, 260 S., Panico-Alpinverlag, http://www.panico.de

Übernachtung:
Ebinger Haus (640 m), Beuron-Hausen im Tal
DAV Sektion Ebingen
Internet: http://www.alpenverein-ebingen.de
E-Mail: alpenverein_ebingen@t-online.de