Regionaltreffen der FamiliengruppenleiterInne 2010



Und schon wieder ein Wochenende, das viel zu schnell vorbei ging!

Schnee, blauer Himmel und Sonne satt – der Petrus hatte es wirklich sehr gut mit uns gemeint. Und so war es auch kein Wunder, dass die Stimmung das ganze Wochenende über bombig war.

Für das Regionaltreffen der FamiliengruppenleiterInnen aus Baden Württemberg vom 22. bis 24.01.2010 hatten wir das Thema „Unterwegs im Winter“ gewählt und als Ort unsren Höchsten, den Feldberg ausgesucht. Das Naturfreundehaus am Baldenweger war ein klasse Stützpunkt. Mit einem Hüttenwirtspaar, das nichts aus der Ruhe bringen konnte, schönen geräumigen Zimmern (bis leider auf den Speiseraum) und gutem, regionalem Essen konnte nichts schief gehen. Bei ca. 50 Teilnehmern dauerte das Kennen lernen am Freitag zwar etwas länger aber schon bald ging’s eifrig ans Austauschen und Anregungen einholen.

Der Samstag wurde ganz vom Thema „Schneeschuhgehen“ bestimmt. Unter Führung von Mitarbeitern des Naturschutzzentrums Feldberg starteten wir in zwei Gruppen zu einer Schneeschuhtour. Bei den älteren Kindern ging es zum Feldberggipfel. Richtung Seebuck stapfte die Gruppe mit unseren „Kleinen“ (auch die 3-5 Jährigen kamen gut mit). Die Besonderheiten des Klimas am Feldberg und dessen außergewöhnliche Vegetation, Schneeschuhgehen und Umweltverträglichkeit, Auerhuhn und Schutzzonen, Anraum und Wächtenbildung … und viele weitere interessante Punkte wurden uns sehr anschaulich näher gebracht.



Die Guides haben ihre Sache sehr professionell und gut gemacht - ein Kompliment ans Haus der Natur – sehr empfehlenswert für Gruppen!

Nach Kaffee und Kuchen in der Sonne vor der Hütte, hat Johannes (FÜL Schihochtouren der Sektion Freiburg) am Nachmittag dann mit seinem Referat „Gefahren im Winter/Besonderheiten dazu bei Kindern“ den theoretischen Input geliefert. Kälte, White out, Sonneneinstrahlung und Schnee, all das wurde beleuchtet. Danach kam das Thema Lawinen zur Sprache und Johannes stellte der Gruppe die DAV-Snowcard und ihre Handhabung vor. Hangsteilheit, Gefahrenstufen, Neuschneemenge, Lawinenlagebericht, Schneedeckenaufbau …, wir sind jetzt viel schlauer.

Nach dem Abendessen und dem leckeren Dessert (Schokopudding mit hausgemachtem Eierlikör für die Großen, mmmh!) brach ein Großteil der Gruppe zu einer Nachtschneeschuhtour auf. Dank des klaren Himmels und des Mondes brauchten wir keine Stirnlampen und umso beeindruckender stachen die vielen Lichtinseln der im Tal liegenden Dörfer durch die Nebeldecke. Für Groß und Klein war das Unterwegs sein im Dunklen ein ganz besonderes Erlebnis.

Die ganz hart gesottenen Frühaufsteher brachen am Sonntag schon früh gen Feldberg auf, um dann den Sonnenaufgang ganz oben genießen zu können. Belohnt wurden wir von einem gigantischen Panorama mit einem wunderschön Morgenrot über den Schweizer Alpen.

Da schmeckte das Frühstück (regionale frische Produkte, Augenmerk auf Produkte aus fairem Handel - das würden wir uns auf noch mehr Hütten wünschen) gleich noch mal so gut.

Nach kurzem Hüttenputz ging’s zum Spielen in den Schnee. Eine Gruppe hatte die Aufgabe ein Schneewohnzimmer mit allem Drum und Dran zu bauen – natürlich mit Panoramablick versteht sich. 2 weitere Gruppen bauten zwei gigantische Kugelbahnen am Hüttehang. Was rutscht schneller, Orange, Apfel oder eine Siggflasche? Probiert es mal aus, es macht saumäßig Spaß!




Diverse Rutschgeräte (Popoflitzer, Plastikfolie in XXL Format, Schlitten oder der Hosenboden) wurden getestet und am Ende war keiner mehr trocken.

Jetzt mussten die Kunstwerke gebührend bewundert werden und das Schneewohnzimmer wurde auf Alltagstauglichkeit getestet.. (Sofa + Couchtisch, sogar mit einer Schale Nüsschen und Weinglas, eine Bodenvase, Stehlampe, Sideboard mit Büchern und CDs, Fernseher in dem gerade Heidi läuft, …)

An den Kugelbahnen wurden die Bestzeiten gestoppt und Siggflasche musste gegen Apfel ein Rennen antreten.

Bei der Abschlussrunde wurde schnell klar, dass unsere Regionaltreffen sehr wichtig sind, um sich auszutauschen, Ideen zu sammeln und natürlich auch um gemeinsam Spaß zu haben.

Also bei Problemen einfach die anderen FamiliengruppenleiterInnen anfunken, oft finden sich passende Hütten- und Ausrüstungstips ganz schnell.

Einig waren sich auch alle das Bewegen bzw. Spielen im Schnee immensen Spaß bringt und Schnee einen sehr hohen Aufforderungscharakter hat.



FAZIT: Familien im Schnee - das bringt rote Bäckchen und jede Menge Spaß, Hier noch eine Vorausschau: Am ersten Wochenende im Oktober (1.-3.10.2010)findet eine regionale Fortbildung für FamiliengruppenleiterInnen aus Baden Württemberg statt. Ort wird die Jugendherberge Bad Urach sein und die Referenten sind Christiane und Jens Werchau. Das Thema dieser Fortbildung lautet „Mit Kindern in Höhlen“. Anmeldungen ab sofort bei birgit.schmitt@dav-freiburg.de.